Gilliane Alder

Weiterbildung KOP

Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist ein Verfahren, das von Rainer Sachse und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Gesprächstherapie und der kognitiven Verhaltenstherapie entwickelt wurde. 
Die wissenschaftlichen Grundlagen sind stark in der allgemeinen Psychologie, vor allem in der Motivationspsychologie und der Sprachpsychologie verankert. Die KOP zielt darauf ab, Schemata zu klären und zu verändern sowie Alienation aufzuheben.

Mit Schemata sind Schlussfolgerungen gemeint, die Menschen aus ihren Erfahrungen ziehen. Sie sind meist unbewusst (implizit) und bestimmen das Erleben und Verhalten einer Person massgeblich. Damit Schemata überhaupt verändert werden können, müssen diese vom Impliziten ins Explizite überführt werden. Diese sogenannte Explizierung stellt einen Kernbestandteil der KOP dar.

Alienation beschreibt die Verwechslung eigener Bedürfnisse mit fremden Bedürfnissen, beispielsweise indem fremde Regeln und Normen als eigene wahrgenommen werden. Bei der KOP geht es darum, die Alienation aufzuheben bzw. die fremden von den eigenen Bedürfnissen zu trennen und letztlich nach den eigenen Bedürfnissen zu leben.


Von KOP-Therapeuten lernen

Die Grundausbildung für Psychologinnen und Psychologen mit Masterabschluss und mit zumindest begonnener Psychotherapieausbildung sowie Weiterbildung für Fortgeschrittene bietet theoretische Inputs, Trainings in Rollenspielen und Kleingruppen sowie Reflexionen. Alle Übungen werden mit Videoaufnahmen durchgeführt, sodass ein intensives Training gesichert ist. Ziel ist das Training einer schnellen therapeutischen Verarbeitung und Entwicklung einer relevanten und effektiven therapeutischen Handlung.